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Nachdem ich bereits das Vergnügen hatte, Glückskekse von Anne Hertz zu lesen, lies ich es mir natürlich nicht nehmen, mir ein weiteres Buch von ihr vorzunehmen, Wunderkerzen.

Und was es mit den Wunderkerzen auf sich hat, lässt sich schnell erklären. Tessa, ihres Zeichens Anwältin, backt einen Kuchen, um ihren von Liebeskummer geplagten Nachbarn eine Freude zu bereiten. Sie steckt ein paar Wunderkerzen in den Kuchen und klingelt an seiner Tür. Der hat in dem Moment nichts besseren zu tun, als seinen Kopf in den Ofen zu stecken. Im nächsten Augenblick macht es dann auch schon ‘Bumm’ und das Haus steht in Trümmern. Tessa und ihr Nachbar verbringen daraufhin die Nacht im Gefängnis, nur um dann von Philip, der ehemals großen Liebe von Tessa, rausgeholt zu werden. Da sich die beiden nicht wirklich im Guten getrennt haben, hat das natürlich einige Reibereien zur Folge…

Wie schon der Vorgänger kann auch dieser Roman mit Witz, Humor und Spannung aufwarten. Es macht Spaß, den beiden Streithähnen in die Vergangenheit zu folgen und man ist gespannt, ob es Philip erneut gelingt, das Herz von Tessa zu erobern oder doch eher der sexy Polizist, der Tessa nicht nur aus den Trümmern rettet. Vielleicht ist es aber auch der liebeskranke Nachbar, der seine unsterbliche Liebe zu Tessa entdeckt…

Bis es aber zu einem Happy End kommt, muss noch einiges passieren. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Mein Tipp: Kaufen und Lesen! Aber Vorsicht mit den Kerzen auf dem Kuchen!!!

Wunderkerzen ist im Verlag ‘Droemer/Knaur’ erschienen.

Link zu Amazon.de

Frage: Was ist ein beschissener Tag? Wenn dein Freund mit dir Schluss macht. Nächste Frage: Und was ist ein noch beschissener Tag? Wenn er es völlig unerwartet tut, total aus dem Off. Letzte Frage: Und was ist das Allerbeschissenste? Wenn er sich dafür ausgerechnet deinen 35. Geburtstag aussucht.
Ich mache Scherze, glauben jetzt vielleicht einige. So was gibt’s
doch gar nicht, dass jemand an seinem eigenen Geburtstag abserviert
wird. Doch. Gibt es. Aber keine Sorge – solche Dinge passieren
nur mir. Nur in meinem Leben kommt so etwas vor. Und in
drittklassigen Heftchenromanen natürlich. Also kann sich jetzt
jeder beruhigt zurücklehnen und die kleinen, wohligen Schauer
genießen, die einem den Rücken runterjagen, wenn man von
anderen Horrorstorys zu hören bekommt, die einen selbst glücklicherweise
nicht betreffen.
So sitze ich also zu Hause, frisch verlassen, frisch geburtstagt,
frisch in die Kategorie der Spätgebärenden beziehungsweise der
Wenn-überhaupt-noch-Gebärenden aufgestiegen. Und ich heule.
Ich finde, ich habe ein Recht dazu. Ich darf jetzt ruhigen Gewissens
eine Woche lang mit ungewaschenen Haaren durch die
Gegend laufen, darf mich betrinken, dazu Musik hören und vor
mich hinweinen. Und damit fange ich jetzt sofort an. Mit einem
energischen Fußtritt bringe ich meine überalterte Stereoanlage
ans Laufen.
The stupid jerk that I’m obsessed with. Der Song von Maggie
Estep läuft zwei Stunden lang in der Endlosschleife. So wie mein
Leben. Das hängt offensichtlich auch in einer Endlosschleife. In
einer Endlosschleife von unglücklichen Liebesgeschichten. Die
letzte hat sich, wie bereits erwähnt, gerade mit einem nicht zu
überhörenden The End von mir verabschiedet. Markus hieß er.
Hipper Artdirector in einer noch viel hipperen Werbeagentur.
Schöngeist, sensibler Zyniker, belesen und bewandert und gern
ein bisschen an der Welt verzweifelnd – also genau die ideale Projektionsfläche
für ein romantisches Mädchen wie mich. Vier Monate
lang waren wir Mr. und Mrs. Unglaublich-Happy. Dann drei
Wochen lang nicht mehr ganz so happy. Und heute Morgen mutierte
Markus zu »Es liegt nicht an dir, aber ich glaube, ich empfinde
nicht so viel für dich wie du für mich« und ich zu »Aber du
hast doch gesagt, du liebst mich«.
Was soll’s? Langsam aber sicher bekomme ich Übung im Verlassenwerden.
Oder wie Robbie Williams sagt: Before I fall in
love, I’m preparing to leave her. Nur, dass ich auf der anderen,
deutlich unschöneren Seite des Songs stehe.
Und dann auch noch mein Geburtstag. Eigentlich nichts Besonderes.
Die Zeiten, in denen man sich darauf freute und ganz aufgeregt
war, sind seit schätzungsweise zwanzig Jahren vorbei.
Markus sah das ähnlich. »Weißt du, ich will kein Heuchler sein
und nur, weil du heute Geburtstag hast, mit meiner Entscheidung
bis morgen warten. Es wäre nicht richtig, dir etwas vorzumachen.
« Wie edelmütig! Wie aufrecht! Mir kommen vor Rührung
die Tränen. Nein, stimmt gar nicht. Mir kommen die Tränen,
weil ich allein und verlassen und traurig bin. Vor mir eine Flasche
Wein, in meinem Herzen eine große klaffende Wunde. Klingt
pathetisch, ich weiß. Aber wenn man nicht mal mehr pathetisch
sein darf, wenn man am eigenen Geburtstag abgeschossen wird,
weiß ich es auch nicht.
Dabei fällt mir ein, dass ich ein pikantes Detail ja noch gar nicht
erwähnt habe: Nämlich die Art und Weise, wie Markus sich von
dannen gemacht hat. Denn nicht nur, dass er sich für seinen Abgang
einen ganz besonderen Tag ausgesucht hat. Nein, weit
gefehlt, er hat dem Anlass entsprechend auch noch einen ganz besonderen
Moment abgepasst. Nämlich den, in dem er quasi noch
in mir steckte. Ja, genau so war es! Nach unserem morgendlichen
Quickie (die lange Nummer haben wir schon seit etwa zwei Monaten
nicht mehr gemacht) ließ er sich von mir runter zur Seite
rollen, angelte nach den Kippen auf dem Nachttisch, steckte sich
eine an und ließ den Rauch anschließend laut seufzend aus seinem
Mund entweichen. Ich wollte daraufhin wissen, was los ist –
und der Rest ist ja bekannt. Wirklich filmreif, das Ganze. Vögelt
mich erst durch und stellt dann fest, dass er irgendwie nicht so
viel für mich empfindet wie ich für ihn. Vom Geschlechtsakt mal
abgesehen, da hatte ich schon das Gefühl, dass mit dem Empfindungsvermögen
meines Freundes – Verzeihung, Ex-Freundes –
noch alles in bester Ordnung ist. Jedenfalls, was bestimmte Regionen
seines Körpers betrifft. Aber ich bin schon zu alt, um nicht
zu wissen, dass das Eine mit dem Anderen leider rein gar nichts
zu tun hat.

Quelle: Droemer / Knauer

Eine ausführlichere Leseprobe ist auf der Verlagsseite von Anne Hertz – Glückskekse zu finden.

Anne Hertz ist ein richtiges Nordlicht und eine Hamburgerin, wie sie im Buche steht. Denn als Hamburgerin fällt es einem nur schwer, die „schönste Stadt der Welt“ zu verlassen. Und so lebt sie dort seit 1971.

Nach ihrem Jurastudium fing sie an, Kurzgeschichten und Artikel für diverse Zeitschriften zu schreiben. Bis heute hat sie 3 Romane veröffentlicht:

- Glückskekse

- Wunderkerzen

- Sternschnuppen

Im Oktober erscheint ihr nächster Roman:

- Trostpflaster

——

Hallo,

ich habe gerade noch einen Link zur Homepage von Anne Hertz gefunden. Da gibt es noch viel mehr über die Erfolgsautorin zu lesen und zu finden.

Also viel Spaß!

www.anna-hertz.de

Was macht dich glücklich? Wobei kannst du dich richtig gehen lassen und hast das Gefühl, du zerplatzt vor Freude? Du weisst es nicht? Dann empfehle ich dir Glückskekse… Eine Reise auf der Suche nach dem Glück…

Ok, das war jetzt sehr tiefschürfend und ich gebe es zu, ich habe mir dieses Buch nur gekauft, weil unsere Heroine hier Jana heisst. Aber das kann für den Anfang doch schon einmal gar nicht so schlecht sein oder?

Also ran ans Werk und ich muss gestehen, durch die ersten Seiten musste ich mich dann doch ziemlich quälen… als Jana uns von ihrem Leid erzählt, mal wieder von einem Mann sitzen gelassen worden zu sein. Und das auch noch an ihrem Geburtstag. Das ist schon ziemlich frustrierend… Aber dann schreibt sie eine SMS, mit der Frage nach dem großen Glück und das Abenteuer kann beginnen.

Denn die SMS landet bei einem ebenso gerade verlassenen und verkappten Schriftsteller. Bevor der sich allerdings von der Köhlbrandtbrücke stürzt, liest er noch Janas SMS und wird neugierig.

Und so machen sich beide zusammen und jeder für sich auf die Suche nach dem wahren Glück. Und was sie bei ihrer Suche finden, möchte ich mal aussen vor lassen, denn das solltet ihr schon selbst lesen. Und ich verspreche euch, das Buch lohnt sich wirklich, gelesen zu werden. Es ist witzig, lässt sich super weg lesen und macht Lust auf mehr.

Was mir persönlich das Herz noch ein wenig höher schlagen lässt, ist, dass das Buch in Hamburg spielt. Denn nur hier kann man die Welt einmal hinter sich lassen, indem man sich in die Höhen des Michels begibt und die Welt mal aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Meine Empfehlung: Wer das Glück sucht, sollte einen Abstecher nach Hamburg machen und einen Glückskeks versuchen!

Erschienen ist das Buch im Verlag Droemer/Knaur.

Leseprobe zu Glückskekse

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